Brandschutz

Abgehängte Metalldecken für Ihre Sicherheit

Im Falle eines Brandes ist es oberstes Ziel, Menschenleben zu retten. Deshalb ist ein wesentlicher Bestandteil des Brandschutzes die Unterdecke. Sollte im Deckenhohlraum Feuer entstehen, stellt sie sicher, dass die Flure als Fluchtwege genutzt werden können. Und im Falle eines Brandes unterhalb der Decke, schützt sie die Installationen im Deckenhohlraum.

Man unterscheidet bei den Brandschutzdecken zwischen selbstständigen und unselbstständigen Unterdecken. Letztere werden immer zusammen mit der darüber liegenden Rohdecke geprüft. Im Deckenhohlraum dürfen sich keine Installationen befinden. Selbstständige Unterdecken dagegen werden unabhängig von der Rohdecke geprüft. Der Deckenhohlraum ist hier ein eigenständiger Brandabschnitt, d.h. er darf beliebige Installationen haben, welche die Unterdecke im Brandfall jedoch nicht belasten dürfen, es sei denn, die Unterdecke ist auf zusätzliche Belastung geprüft.

 

Feuerwiderstandsklassen nach DIN EN 13501-2

Selbstständige Unterdecken aus Metall werden hinsichtlich ihres Brandverhaltens nach der europäischen DIN EN 13501-2 in Feuerwiderstandsklassen EI (E: Raumabschluss; I: Wärmedämmung unter Brandeinwirkung) eingeteilt:

EI 30:
Mindestens 30 Minuten kein Flammendurchtritt.
Bauaufsichtliche Anforderung: feuerhemmend und aus nichtbrennbaren Baustoffen.

EI 60:
Mindestens 60 Minuten kein Flammendurchtritt.
Bauaufsichtliche Anforderung: hochfeuerhemmend und in den wesentlichen Teilen aus nichtbrennbaren Baustoffen (tragende und aussteifende Teile nichtbrennbar).

EI 90:
Mindestens 90 Minuten kein Flammendurchtritt.
Bauaufsichtliche Anforderung:  feuerbeständig und aus nichtbrennbaren Baustoffen.

 

Brandverhalten nach DIN EN 13501-1

Zusätzlich bewertet die DIN EN 13501-1 das Brandverhalten der Brandschutzdecken:

A:
Kein Beitrag zum Brand (A1, A2)

B:
Sehr begrenzter Beitrag zum Brand

C:
Begrenzter Beitrag zum Brand

D:
Hinnehmbarer Beitrag zum Brand

E:
Hinnehmbares Brandverhalten

F:
Keine Leistung festgestellt

 

Weiterhin werden Brandnebenerscheinungen wie die Rauchentwicklung (s = smoke) und das brennende Abtropfen/Abfallen (d = droplets) von den Brandschutzdecken klassifiziert:

s1:
Geringe Rauchentwicklung

s2:
Mittlere Rauchentwicklung

s3:
Hohe Rauchentwicklung bzw. Rauchentwicklung nicht geprüft

d0:
Kein brennendes Abtropfen/Abfallen innerhalb von 600 Sekunden

d1:
Kein brennendes Abtropfen/Abfallen mit einer Nachbrennzeit länger als 10 Sekunden innerhalb von 600 Sekunden

d2:
Keine Leistung festgestellt

 

Haags selbstständige Brandschutzdecken aus Metall sind A2-s1.d0 (Brandverhaltensgruppe: RF1) klassifiziert. Je nach Ausführung gewährleisten sie 30, 60 oder 90 Minuten Brandschutz (von oben).

Unsere montagefreundlichen, abklappbaren Systeme gewährleisten einen einfachen Zugang zum Deckenhohlraum und können für unterschiedliche akustische und ästhetische Anforderungen optimiert werden. Sprechen Sie uns an!